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Das hatte uns vor 20 Jahren niemand zugetraut
von Georg Komma
Das hatte uns vor 20 Jahren niemand zugetraut. Mittlerweile spielen wir zwei Jahrzehnte in der Bundesliga und sind damit der erfolgreichste hessische Klub seit der Verbandsgründung in den 50er Jahren. Fünf Jahre 1. Liga und 15 Jahre 2. Liga sprechen eine deutliche Sprache. Dabei war in dieser Zeit der 4. Platz in der 2. Liga die schlechteste Platzierung. Im ersten Heimspiel der neuen Saison trifft unser Team in der 2. Badminton Bundesliga am 22. September auf Aufsteiger Dillingen (14 Uhr/Sporthalle der Adolf-Reichwein-Schule Neu-Anspach).
Die neue Saison startet ohne Andi Heinz – dafür aber mit den beiden Ames-Brüder! Als der Weggang von Nationalspieler Andi Heinz zum Top-Team 1. BC Beuel feststand, war Handeln angesagt. Mit der überragenden niederländischen Nationalspielerin Samantha Barning und DBV-As Mona Reich sowie den Jugend-Nationalspielerinnen Lara Käpplein und Theresa Wurm verfügen wir über eine Top-Damen-Besetzung. Der Weggang von Andi Heinz, der zum Erstligisten 1. BC Beuel wechselte, wurde durch zwei Neuzugänge kompensiert: Die Geschwister Christopher (27 Jahre) und Sebastian (25 Jahre) Ames, die zuletzt mit dem BC Königshofen Regionalligameister wurden, haben als Deutsche Studentenmeister im Doppel 2012 bereits eine eindrucksvolle Visitenkarte abgegeben. Daniel Benz, Felix Schoppmann, Steffen Hornig und Spielertrainer Franklin Wahab komplettieren mit ihrer Erstligaerfahrung das Team.
Die Saison öffnet ihre Pforten - Firma Müller +Co (Schmitten-Brombach) erneut Hauptsponsor! Die Abteilungsfreude war groß, als der landesweit bekannte Herstellungsbetrieb von Türen und Fenstern mitteilte, dass er auch in der kommenden Saison für die SG Anspach in der 2. Liga aufschlägt. Ohne Sponsoren könnten wir den finanziellen Kraftakt nicht stemmen. Deshalb ein herzliches „Danke“ an Bernd Müller und sein Team, aber auch an die vielen weiteren Co-Sponsoren der heimischen Region, die uns den Rücken stärken.
Trainingslager vom Feinsten – Bundesliga-Cracks sponsern unsere Abteilung! Beispielhaftes Engagement zeigten die Aktiven der 1. Mannschaft, die am 11. August ihr mittlerweile schon obligatorisches „Training mit den Profis“ (zu Bundesligapreisen) anboten. Sie dokumentieren damit, dass sie bei den vielen badmintonspezifischen Ausgaben (Schläger, Sportkleidung, Reisekosten, Übernachtungs- und Startgelder) nicht nur die Hand aufhalten, sondern auch Bares in die Abteilungskasse spielen. Eine vorbildliche Aktion, die einmal mehr von Gisela Helwig und „ihren Hobby-Frauen“ lukullisch begleitet wurde.
150 Jahre SGA – ein Jubiläum mit viel Engagement und bleibenden Eindrücken! Da passte wirklich alles. SGA-Vorsitzender Ernst Graser verstand es mit seinem Team, alle Abteilungen einzubinden und zu begeistern. Für unsere Abteilung waren es insbesondere der unermüdliche Walter Ernst und Jugendwartin Gisela Helwig, die beinahe ohne Pause weit über den Badmintonbereich hinaus in Planungsanliegen und die praktische Realisierung des Festes eingebunden waren. Von diesen Vorbildern können wir alle viel lernen!
Auch die zweite Chance verpuffte für die blau-weißen SGAler …
von Georg Komma
Dass auch im Sport Freud und Leid nahe beieinander liegen, ist eine Binsenweisheit. Aufstiege und Klassenerhalte werden zu Recht bejubelt, Absteiger und Unterlegene brauchen erst einmal Zeit, um ihre Enttäuschung zu verarbeiten. In neunzehn Jahren Bundesligazugehörigkeit erlebte die SGA drei Aufstiege in die 1. Liga, gerade ist sie dabei, den dritten Abstieg einzuordnen. Das 1:5 beim 1. BC Beuel bildete am Dienstagabend den Abschluss einer Saison, die das junge Taunusteam wahrlich nicht als verlorene Saison bezeichnet.
 Das Resümee ist zunächst einmal spontan und nicht weit reichend, doch es ist schon realistisch genug, um den „Zurückgebliebenen“ in der 1. Liga zum Klassenerhalt oder zum Erreichen des Endkampfs um die Deutsche Meisterschaft zu gratulieren. Und das tun wir gerne. Unabhängig davon bedauert die SG Anspach den Rückzug des VfL Hamburg, weil der Verein den Verbleib in der Liga sportlich erarbeitet hatte. Der BV Gifhorn und die SG Anspach waren die Abstiegskandidaten der Liga – durch den unerwarteten Rückzug der Hanseaten erhielten die beiden Schlusslichter eine zweite Chance. Diese hat der BV Gifhorn in letzter Minute genutzt. Dass zuvor ein wenig Stimmungsmache angesagt war, ist verständlich. Unser Sport muss auch ein wenig poltern, um in die Schlagzeilen zu kommen. Das bringt Zuschauer und Einschaltquoten, vielleicht auch neue Sponsoren, „die sich ins Zeug legen.“ Die Sportlerinnen und Sportler tun dies eh schon – allesamt in einer vorbildlichen Form von Fairness, weit weg jeglicher Manipulation. Und das tut unserem Sport und unserem Image, das gerade mit vielen Händen weiter ausgebaut wird, außerordentlich gut. Dass an diesem Ausbau die Unterlegenen, die Underdogs der Liga oder die Absteiger auch beteiligt sind, sollten wir uns immer wieder ins Bewusstsein rufen. Schön, dass es viele Badmintonnester gibt, in die zunehmend mehr Kapital und Trainerkompetenz fließt.
Nüchtern betrachtet sind drei erspielte Unentschieden in einer Saison eine bescheidene Ausbeute. Drei Punkte alleine sind kein Grund zum Protzen. Sie dokumentieren – rein statistisch betrachtet – deutliche Unterlegenheit im direkten Vergleich. Gut, dass die SG Anspach ein Badminton-Soziotop ist, dessen regionaler, Identität stiftender Ansatz vom Umfeld gewünscht und nachhaltig gestützt wird. So wird der intern seit Wochen bekannte und bewusst nicht während der Saison veröffentlichte Weggang von Spitzenspieler Andi Heinz zum 1. BC Beuel ebenso verkraftet werden wie der erneute Gang in die 2. Liga – auch wenn er den aufopferungsvoll kämpfenden Aktiven des Teams schmerzt. Chef-Trainer und Rekordbundesligaspieler Franklin Wahab wird zur nächsten Saison bestimmt ein Team präsentieren, das sich im 20. Jahr Bundesligazugehörigkeit auf die 2. Liga freut. Den SGAlern, die bis zuletzt selbstbewusst und hoch motiviert an den Klassenerhalt glaubten und dafür kämpften, gilt die Anerkennung der ungeschwächten Fangemeinde: Mona Reich, Samantha Barning, Jule Peters, Theresa Wurm, Lara Käpplein, Lena Riepl, Daniel Benz, Andi Heinz, Felix Schoppmann, Steffen Hornig, Marc Helwig und Franklin Wahab.
 
Mit dem Fanschal eingeschworen - doch die Entscheidung ist vertagt
von Georg Komma
Um zwei Tage hat sich die Entscheidung um den heiß umkämpften Nichtabstiegsplatz in der 1. Badminton Bundesliga vertagt. Während der BV Gifhorn beim PTSV Rosenheim mit 1:5 unterlag, schrammte die SG Anspach in eigener Halle beim 2:4 gegen den SC Union Lüdinghausen nur hauchdünn an dem sehnlich erhofften Remis vorbei. So ändert sich nichts in der Tabelle – die SGA bleibt weiterhin mit einem Spielpunkt vor dem BV Gifhorn platziert.
Die SGA-Taktik konnte nur lauten: Alle Aufmerksamkeit den Doppel schenken, in denen zuletzt beachtliche Überraschungserfolge gelangen. In den Einzeln machte man sich aufgrund der überragenden Leistungspräsenz des Gegners wenig Hoffnung auf Erfolg: Yuhan Tan, Karin Schnaase und Endra Kurniawan spielten wie erwartet in einer Region, die den über 200 Zuschauern respektvolle Anerkennung entlockte. So gab es denn auch viel Applaus für besonders gelungene Aktionen des Gegners, ohne dass es sich dabei gleich um ein feindliches Überlaufen handelte. Nein, die zahlreichen stramm hochgehaltenen Fanschals zeigten bis zum letzten Schlagwechsel zu den blau-weißen SGA’lern mit den grünen Trikots. Doch bei denen platzte die „Doppelrechnung“ leider schon im Herrendoppel. Felix Schoppmann und Andi Heinz mochten sich noch so mühen, in der Endphase des Entscheidungssatzes mussten sie die Nationalspieler Bosch/Zurwonne ziehen lassen (16:21, 21:17, 15:21). Zeitgleich hatten Mona Reich und Samantha Barning immer besser ins Spiel gefunden, wurden selbstbewusster und egalisierten bravourös den 0:1-Rückstand (18:21, 21:15, 21:16). Die Ernüchterung folgte in den bereits angesprochenen Einzeln, in denen die SGA–Akteure klare Zweisatzniederlagen einstecken mussten. Ein Genuss für den badmintonverwöhnten Zuschauer stellte das abschließende GD dar, bei dem mit Samantha Barning, Ruud Bosch und Andi Heinz gleich drei Nationalspieler auf dem Feld standen. Und auch die praktizierende Ärztin Laura Ufermann (27 Jahre), die als Ersatz für Selena Piek eingesprungen war, erinnerte in vielen Szenen daran, dass sie noch vor kurzem zur DBV-Elite gezählt hatte. Der Dreisatzsieg von Andi und Samantha zum Saisonabschluss vor heimischem Publikum war noch einmal eine gelungene Werbung für den Badmintonsport. Fantastische Ballwechsel waren so sehr gepaart mit Spielfreude, artistischen Einlagen und Kampfgeist, dass der Funke sehr schnell auf die hierfür dankbaren, begeisterten Zuschauer übersprang.
Im Vergleich zur Saison 2010/11, als die SGA Meister der 2. Liga Süd wurde, hat sich die Zuschauerzahl in der ARS-Halle mehr als verdoppelt. 200 bis 300 Zuschauer besuchten in der laufenden Saison die Heimspiele – und alle träumen von einer Zugabe in der 1. Liga, wohl wissend, dass der 1. BC Beuel für das Verwirklichen der SGA-Träume einen sehr schweren Brocken darstellt.
Das letzte Heimspiel – ein weiterer kleiner Schritt Richtung Klassenerhalt und einem blau-weißem Wunder?
von Felix Schoppmann
Am 1. April (Sonntag, 14.00 Uhr, ARS-Halle Neu-Anspach) findet das letzte Saisonheimspiel der SGA statt. Zu Gast ist der Tabellenvierte SC Union Lüdinghausen.
Den Spielern und sicherlich auch den Zuschauern sind noch die Bilder vom Ende des Heimspiels gegen den BV Gifhorn im Kopf. Andi Heinz sicherte mit einem 3-Satz Sieg das Unentschieden gegen den BV Gifhorn. Anschließend wurde mit den gut 300 Fans auf der nahezu komplett vollen Tribüne gefeiert, aber nur über die gute Leistung an diesem Tage und nicht über einen erreichten Klassenerhalt. Bis dahin ist es nämlich noch ein weiter Weg...
Der nächste Teil dieses Weges wird an diesem Sonntag im Heimspiel gegen Lüdinghausen in Angriff genommen. Die Anspacher gehen als krasser Außenseiter in die Begegnung mit dem Tabellenvierten. Im Hinspiel unterlag die SGA mit nur einem Satzgewinn gar 0:6. Allerdings fehlten damals auch Andi Heinz und Samantha Barning. Beide sind am Sonntag voraussichtlich mit an Bord. In voller Besetzung rechnet sich das Team insbesondere in den Doppeldisziplinen einiges aus und will versuchen einen Punkt zu ergattern.
Ob eine Chance auf einen Punktgewinn realistisch ist wird maßgeblich von der Aufstellung der Gäste abhängen. Bis zum letzten Wochenende waren die Lüdinghausener drauf und dran in die Phalanx der „großen Drei“ einzudringen und einen Play-Off Platz zu ergattern. In den letzten beiden Spielen mussten die Gäste jedoch mit den Holländischen Nationalspielern Ruud Bosch und Selena Piek und dem Deutschen Nationalspieler Josche Zurwonne auf drei Leistungsträger verzichten. Bosch war bei den Polish International im Einsatz und Piek sowie Zurwonne verletzt. Daher ist noch nicht klar, mit welcher Besetzung die Gäste am Sonntag die Reise in den Taunus antreten werden. Doch wollen diese wahrscheinlich Ihre Restchance auf die Play-Offs noch nutzen und in dementsprechend starker Besetzung einen Punkt einfahren.
Nicht desto trotz hat das Team der SGA eine Menge Selbstvertrauen getankt und wird alles daran setzen am Sonntag über sich hinaus zu wachsen, egal mit welcher Aufstellung der Gast antritt. Die Mannschaft hat in den letzten Spielen immer gezeigt, dass Sie sich an das Niveau in der 1. Liga herangearbeitet hat und mittlerweile mehr als nur mithalten kann. Damit im letzten Heimspiel auch wieder eine große Leistung gelingt wird eine ähnlich „volle Bude“ wie gegen Gifhorn nötig sein, denn die Unterstützung von den Rängen hat maßgeblich zu den guten Leistungen beigetragen.
Auf geht’s zum letzten Heimspiel der SG Anspach in der 1. Bundesliga in dieser Saison, damit in der nächsten Saison hoffentlich noch einige folgen werden!
Das Endspiel hat stattgefunden – die Entscheidung ist vertagt
von Georg Komma
„Verrückte Situation“ in der Abstiegszone der 1. Badminton Bundesliga. Die SG Anspach und der BF Gifhorn lagen noch vor Tagen auf sicheren Abstiegsplätzen und wussten um die minimale Hoffnung, aus eigener Kraft das rettende Ufer zu erreichen. Dann folgte der schrittweise Rückzug des VfL Hamburg: Zunächst für das Ende der Saison geplant, dann „mit sofortiger Wirkung“. Diese Entscheidung wirbelte dann doch einige Emotionen auf, letztendlich sorgte sie für ein sog. Endspiel um den Klassenerhalt zwischen dem BV Gifhorn und der SG Anspach. Das Endspiel fand statt, doch die Entscheidung, wer von beiden Teams den bitteren Gang in die 2. Liga antreten muss, ist noch nicht gefallen. Das Ergebnis spiegelt deutlich ein Spiel auf Augenhöhe wider … 3:3 (8:8 / 291:293).
 Ca. 300 Zuschauer ließen sich nicht von der strahlenden Frühlingssonne locken, sondern bevorzugten den schweißtreibenden Kampf von zwei Erstligateams, die partout nicht absteigen möchten. Begeisterung pur herrschte bis zum letzten Ballwechsel – und der war erst um 17:29 Uhr beendet.  
Da beide Teams in Komplettbesetzung antreten konnten, war von vorne herein ein enges Match zu befürchten. Die Prognosen reichten von 2:4 bis 4:2, niemand tippte im Vorfeld auf ein klares Ergebnis. Bereits vor dem 1. Ballwechsel fielen die ersten strategischen Entscheidungen. Gifhorn baute auf das tags zuvor hervorragende Auftreten beim 2:4 gegen den 1. BC Beuel, die SGA bot überraschend Andreas Heinz im 2. HE auf, um mit ihm vielleicht sogar den Siegpunkt im Match anzustreben. Ein sehr hoch gestecktes Ziel, aber warum nicht ….
Die Rechnung ging im 1. HD auf. Daniel Benz und Felix Schoppmann (gegen M. Niesner/D. Porath) rissen die Zuschauer zu wahren Beifallstürmen hin, wiederholten ihren Sieg aus dem Hinspiel und brachten  die SGA mit 1:0 in Führung. Lange Zeit hielt auch das DD mit Mona Reich und Samantha Barning ihre Partie offen, ehe am Ende dann doch der Dreisatzsieg von C. Bott/S. Poznanovic zu Buche stand. Mit dem 1:1-Zwischenstand entschwand zusehends die Hoffnung, „mehr als ein Unentschieden zu reißen“. Auch wenn Daniel Benz dem estischen Nationalspieler Raul Must den ersten Satz abrang, danach spielte der vielfache WM-Teilnehmer seine ganze Routine und Kondition aus und brachte sein Team 2:1 in Front. Die Spannung war auf dem Siedepunkt, als in einem weiteren Dreisatzspiel Andi Heinz und Samantha Barning im GD gegen M. Niesner/S. Poznanovic die gegnerische Führung egalisierte. Ähnlich wie Daniel erging es dagegen Mona Reich im DE gegen die EX-SGA’lerin Carola Bott, die zwar anfangs mächtig Nerven zeigte, dann aber zu alter Klasse zurückfand.
 Für den Doppel- und Mixedspezialisten Andi Heinz bedeutete der Ausflug ins ungewohnte 2. Herreneinzel Nervenkitzel pur. Er hatte sich selbst die Aufstellungsvariante gewünscht und wollte seinem SGA-Team den bestmöglichen Dienst erweisen. Und das ist ihm mit seinem anfangs wackeligen, dann aber zunehmend deutlichen Dreisatzsieg bestens gelungen.
Alles in allem bleibt es im Kampf um den Klassenerhalt spannend. Die SGA hat zunächst einmal den bestehenden Abstand gewahrt und befindet sich weiterhin auf einem Nichtabstiegsplatz. Nun heißt es erst mal durchschnaufen, ehe die Aufmerksamkeit zum Restprogramm wandert: die SGA trifft auf den SC Union Lüdinghausen und den 1. BC Beuel, der BV Gifhorn auf den PTSV Rosenheim und den 1. BV Mülheim 
Die Chance auf ein blau-weißes Wunder
von Felix Schoppmann
Am Sonntag, 25. März, kommt es um 14 Uhr in der ARS Halle zu einem Endspiel um den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga. Die unverhoffte Möglichkeit entstand dadurch, dass der Bundesligist VfL 93 Hamburg im Rahmen der Bundesliga-Vollversammlung am 17. März in Rüsselsheim  seinen sofortigen Rückzug aus der 1. Bundesliga bekannt gab. Die Mannschaft wird zu keinem Spiel mehr antreten, alle bisher erspielten Ergebnisse werden aus der Wertung genommen. Somit steht Hamburg als erster Absteiger fest. Ebenso verlieren alle Mannschaften ihre Punkte, die sie gegen die Hamburger geholt haben. Dieser Fakt trifft besonders die Mannschaft des BV Gifhorn. Drei ihrer vier Punkte holten die Niedersachsen gegen Hamburg. Damit rutscht Gifhorn  auf den 9. Tabellenplatz, während die SGA mit einem Punkt Vorsprung plötzlich Rang 8 der Tabelle einnimmt.
Diese Konstellation macht das bevorstehende Aufeinandertreffen zu einem vermeintlichen Endspiel um den Klassenerhalt. Im Hinspiel endete die Partie 3:3 unentschieden. Dieses Ergebnis macht die vergleichbare Leistungsstärke beider Mannschaften deutlich und lässt auf ein brisantes Rückspiel hoffen.
Die SGA tritt am Sonntag in voller Besetzung an. So ist auch der Einsatz der niederländischen Nationalspielerin Samantha Barning geplant. Gifhorn wird sicherlich auch in Bestbesetzung antreten, unter anderem mit dem estnischen Spitzenspieler Raul Must, der Kroatin Stasa Poznanovic, Carola Bott und Maurice Niesner.
„Wir wollen am Sonntag alles daran setzen, die Chance auf den Klassenerhalt beim Schopfe zu packen“, so der Tenor im Team. Und alle sehen es als Vorteil an, dieses Spiel vor heimischer Kulisse  austragen zu können. Zeigte diese Saison doch, dass die Heimspiele immer hervorragend besucht waren. Dass die junge Mannschaft gegen die oft übermächtige Konkurrenz in der Regel den Kürzeren zog, tat dem Zuspruch keinen Abbruch. Für dieses Vertrauen will sich die Mannschaft bedanken.
Auch wenn alle weiteren SGA-Teams an diesem Wochenende im Einsatz sind, wird die Tribüne zum Bersten voll sein. Nicht nur den Spielerinnen und Spielern, sondern auch den vielen Helfern und Organisatoren im Hintergrund, die in diesem Jahr Außerordentliches geleistet haben, dürfte dieses Bundesligaspiel mit Endspielcharakter ein Herzensanliegen sein.
Das „Anspacher Konzept“ mit Regionalidentität hat eine große Chance erhalten, eine weitere Saison in der höchsten Deutschen Spielklasse etabliert zu sein. Die Mannschaft ist hoch motiviert, aus dem kleinen Hoffnungsfunken ein Feuerwerk werden zu lassen. Mit dem deutlichen Pro zur Nachwuchsarbeit vor Ort soll das blau-weiße  Wunder zum 150. Geburtstag der SG 1862 Anspach wahr werden …
EM Mannschaften 2012: Deutschlands Damen sind Europameister
Zum sechsten Mal in Folge mit beiden Teams das WM-Ticket gelöst, erstmals einen EM-Titel geholt und zudem eine Silbermedaille gewonnen: Die Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften in Amsterdam (14. bis 19. Februar 2012) avancierte für den Deutschen Badminton-Verband (DBV) zur erfolgreichsten in der Geschichte dieser Veranstaltungsform. Dabei krönten sich die Damen des DBV nach phänomenalen Leistungen zum Europameister, die Herren gewannen Silber. Herzlichen Glückwunsch den DBV-Assen – allen voran „unserer Ehemaligen“ Johanna Goliszewski, die im Halbfinale an der Seite von Juliane Schenk einen wichtigen Sieg im Damendoppel einfuhr - und dem gesamten deutschen Team zu diesen herausragenden Leistungen!
Lara Käpplein Deutsche Meisterin U 17 Mixed - Theresa Wurm Deutsche Vizemeisterin im Einzel U 17
SGA-Damen-Power pur bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 2012 in Gera. Viele Faktoren sind wohl verantwortlich für den jüngsten Erfolg von Lara und Theresa: Trainingsfleiß, fachkompetente Betreuung durch HBV-Trainer Bernd Brückmann und Vereinstrainer Franklin Wahab – und vielleicht auch ein wenig die frische Bundesligaerfahrung, die die beiden mittlerweile bei der SGA sammeln konnten. Lara Käpplein (SG Anspach) errang den DM-Titel mit ihrem Partner Fabian Roth, Theresa Wurm unterlag im spannendsten Endspiel der Meisterschaften gegen Luise Heim nach fünf vergebenen Matchbällen im Entscheidungssatz mit 25:27. Zuvor hatte sie im vereinseigenen Halbfinale in drei Sätzen die Oberhand behalten. Die SGA-Familie gratuliert und freut sich auf die weitere sportliche Entwicklung der Talente. (gk)
Die Bundesliga spielte – doch auch die SGA trauert um HBV-Kaderspielerin Kaja Bahro
von Georg Komma
Im Vorfeld von entscheidenden Punktspielen schmieden Aktive und Betreuer an der Strategie, vergleichen und wägen ab, kümmern sich um letzte organisatorische Abstimmungen. Und dann platzt mitten in die Vorbereitung eine Nachricht, die alles andere als unwichtig oder peripher erscheinen lässt. Kaja Bahro, 19-jährige Kaderspielerin des HBV, Trainingspartnerin der SGA-Aktiven am Stützpunkt Frankfurt, Stammspielerin der Regionalligamannschaft SG Dornheim, Teilnehmerin der DM 2012, verunglückt mit ihrem Auto tödlich. Der Schock sitzt tief – bei allen Aktiven des HBV. Das Tragen eines Trauerflors des Bundesligateams der SG Anspach und eine Gedenkminute vor dem Spiel gegen den TV Refrath ist als Zeichen des Mitgefühls sicherlich nur ein kleiner Trost, aber ein wichtiger Moment des Innehaltens. Der Spielbetrieb geht weiter, auch wenn wir wieder einmal erfahren haben, wie grausam das Schicksal zuschlagen kann. Vor diesem Hintergrund tritt die Bedeutung eines Punktspiels in den Hintergrund, zu sehr überwiegen noch die gemeinsam erlebten Momente mit Kaja, der vorbildlichen Sportlerin.
Dabei war zu Beginn der Woche die Vorfreude auf das Match gegen den TV Refrath enorm. Die Optimisten tippten auf ein Unentschieden, die Realisten waren erheblich skeptischer - und das hatte allen Grund. Durch den Ausfall von Steffen Hornig (Muskelfaserriss) und Franklin Wahab (Betreuer der SGA-Asse Lara Käpplein und Theresa Wurm bei den deutschen Jugendmeisterschaften) war das SGA-Team erheblich geschwächt und auch Daniel Benz hatte seine bei den Deutschen Meisterschaften erlittene Fußverletzung noch nicht entscheidend auskuriert.
Die Hoffnungen aus SGA-Sicht ruhten wie so oft auf den Doppeldisziplinen. Das sahen auch die knapp 200 Zuschauer so, die viele Ballwechsel mit lang anhaltendem Beifall honorierten. Am Ende sprang jedoch nur der hart umkämpfte Dreisatzsieg im Damendoppel heraus (20:22, 21:12, 21:18), den Mona Reich an der Seite der aktuellen niederländischen Vizemeisterin im Damendoppel, Samantha Barning, sicherstellte. Felix Schoppmann und Andi Heinz verloren das „vielleicht doch machbare“  Herrendoppel (19:21, 17:21) ebenso knapp wie Andi Heinz und Samantha das Gemischte Doppel (21:14, 12:21, 15:21). Mona Reich konnte im Dameneinzel erwartungsgemäß der irischen Nationalspielerin Chloe Magee das Heft nicht aus der Hand reißen und unterlag dem Badmintonprofi in zwei Sätzen. (16:21, 13:21). So erging es auch dem tapfer kämpfenden Marc Helwig bei seinem 2. Bundesligaeinsatz (15:21, 6:21). Daniel Benz, der vor dem Match aufgrund einer leichten Verletzung, die er bei den Deutschen Meisterschaften erlitten hatte, durch Physiotherapeut Aljoscha Nickel hervorragend behandelt wurde, hatte es mit Jiann Shiarng Chiang zu tun, einem absoluten Hochkaräter aus Malaysia. „Daniel hat beide Sätze gut durchgehalten – er sollte in zwei Wochen wieder sein ganzes Potenzial abrufen können“, meint Sportwart Alexander Merget.
Am Ende stand ein 1:5 auf dem Spielbericht, das ein wenig weh tut. Es war eben doch die Komplettbesetzung aus Refrath der Gegener, deutlich gespickt mit Internationalität. Und schon waren unsere Gedanken wieder bei Kaja Bahro, deren großer Wunsch es noch war, baldmöglichst in der Bundesliga aufzuschlagen. Wir haben es heute für Dich getan, Kaja.
 
Fortsetzung der Aufholjagd?
von Felix Schoppmann
Am Samstag kommt es um 14 Uhr in der ARS Halle in Neu Anspach zum Bundesligaduell SGA gegen den TV Refrath. Die Anspacher wollen dabei Ihren Aufwärtstrend, den sie mit dem Unentschieden gegen Rosenheim eingeleitet haben, fortsetzen – vielleicht ist ja doch noch das Wunder „Klassenerhalt“ möglich.  
Die Begegnung verspricht hochkarätige Partien. Die Spieler der SGA machten am vergangenen Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Bielefeld mit 4 Viertelfinalteilnahmen deutlich, dass Ihre Form stimmt. Besonders Andi Heinz trumpfte mächtig auf und kämpfte sich mit seinem Refrather Partner Max Schwenger bis ins Halbfinale vor. Am Samstag werden die Karten neu gemischt – da agieren Andi und Max vom Netz getrennt. Andis Partner heißt dann Felix Schoppmann und Max wird wohl mit Denis Nyenhuis antreten. Eine echtes „Knaller-Match“. Weiterhin tritt der Gast bei den Herren mit Kai Waldenberger und einer Asiatischen Nr. 1 im Herreneinzel an. Aufgrund der drei aus Asien gemeldeten Spieler ist noch nicht abzusehen, wer von diesen am Wochenende zum Einsatz kommt. Bei den Damen stellen sich mit Carla Nelte, der frisch gebackenen Deutschen Vizemeisterin im Doppel und Chloe Magee, irische Nationalspielerin, zwei Hochkaräter vor.   
Doch auch die SGA hat eine nationale Vizemeisterin zu bieten: Samantha Barning belegte bei den Niederländischen Meisterschaften Platz 2 im Damendoppel.
Die SGA wird am Samstag nicht in Bestbesetzung antreten können, da Steffen Hornig noch an seinem im Heimspiel gegen Rosenheim erlittenen Muskelfaserriss laboriert. Ersetzt wird er, getreu der Anspacher Vereinsphilosophie, von Eigengewächs Marc Helwig. Alle anderen Stammspieler sind jedoch an Bord.
Das SGA-Team ist hochmotiviert. Das treue, eigene Publikum soll durch eine gute Leistung belohnt werden. Am besten durch den ersten „Zweier“, den die Fans so gerne sehen würden. Das Hinspiel ging knapp mit 4:2 an den TVR. Kann die Leistung der letzten Begegnung abgerufen werden, dann sollte es zumindest einige enge Spiele geben.
Nun müssen nur noch viele Zuschauer kommen – so wie zuletzt, als es über 200 waren.
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Badminton Bundesliga
©2009 Lars Janßen