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Hohe Team-Identifikation trotz erneuter Niederlage - 200 begeisterte Zuschauer bei SGA-Heimspiel gegen Mülheim
(gk) Weder das gute Herbstwetter noch die „Rote Laterne“ konnten die eifrigen Fans der SGA davon abhalten, das Duell der beiden Aufsteiger 1. BC Mülheim und SG Anspach zu verfolgen. „Die 1. Liga kommt im Umfeld hervorragend an. Die Fans zeigen wahre Badminton-Begeisterung und Identifikation mit ihrem Team bis zum letzten Spiel.“ Das tut der SGA-Badmintonseele gut, die nach jedem Punktestrohhalm greift. Aufgrund der erstrangigen Regional-Philosophie gilt das Team um Rekord-Bundesligaspieler Franklin Wahab bei der Gegnerschaft als potenzieller Absteiger, den nur Wunder retten können.
Wie eine „Kellerpartie“ sah das Match der Aufsteiger aber beileibe nicht aus. Davon konnten sich die knapp 200 Zuschauer gleich zu Beginn des Matches nachhaltig überzeugen. Andi Heinz und Felix Schoppmann wuchsen im HD einmal mehr über sich hinaus und gaben sich erst  nach erbittertem Kampf und spektakulären Ballwechseln dem „indonesischen Paar“ Gunawi/Dasuki im dritten Satz mit 17:21 geschlagen. Da bei den Damen die Ausfälle Cigognini (Mühlheim) und Barning (SGA) zu kompensieren waren, standen neu formierte Doppel auf dem Feld. Dabei lieferte Anna-Lena Riepl ein überaus gutes Debüt, auch wenn sie letztendlich in der Schlussphase des 3. Satzes an der Seite von Mona Reich nichts gegen die Dominanz der Ex-Anspacherin Johanna Goliszewski ausrichten konnte. Das 2:0 für Mülheim hing an einem ganz seidenen Faden. Die SGA geriet durch den Verlust der beiden Schlüsselspiele frühzeitig auf die Verliererstraße. Da nutzte im 1. HE auch das Kämpferherz von Daniel Benz nichts, der in einem durchaus machbaren Spiel 16:21, 20:22 gegen Alexander Roovers unterlag. Die SGA verkürzte kurzzeitig auf 1:3, da die junge Katharina Altenbeck bereits im 1. Satz verletzungsbedingt aussteigen musste. Dass die Trauben gegen das übermächtige Mixed Dasuki/Goliszewski sehr hoch hängen würden, wusste man von vorneherein und auch Steffen Hornig befand sich im 2. HE in der Außenseiterrolle gegen den Routinier Dharma Gunawi. Bei einem Punktergebnis von 250 zu 250 relativiert sich das klare 1:5 Endergebnis ein wenig. „Der Wind weht rau in der 1. Liga – doch er wirft uns nicht um.“   
 
 
Kellerduell mit Weltklasse
(fs) Am kommenden Sonntag kommt es in der ARS- Halle um 14 Uhr beim Aufeinandertreffen der SGA mit dem 1.BV Mülheim zum Spiel der beiden Schlusslichter der 1. Bundesliga.
Dabei kehrt mit Johanna Goliszewski eine Spielerin nach Neu-Anspach zurück, die lange für uns gespielt hat und dem Verein nach wie vor freundschaftlich verbunden ist. Mittlerweile ist die in Mülheim an der Ruhr lebende und mit der Damennationalmannschaft trainierende Johanna mehrfache WM Teilnehmerin. Als besonderen Leckerbissen in Spielerische Hinsicht ist der Indonesier Yonatha Dasuki zu sehen. Noch vor weniger als 2 Jahren war er Indonesischer Nationalspieler und in den TOP 10 der Herrendoppelweltrangliste zu finden. Aufgrund nur noch seltener Turnierteilnahmen ist er in der Weltrangliste abgerutscht. Am letzten Spieltag zeigte er aber, dass er immer noch auf einem sehr hohen Niveau spielt und gewann das Doppel und Mixed klar. Weiterhin kommen bei den Herren mit Alex Roovers und Dharma Gunawi zwei Spieler zum Einsatz, die bei Deutschen Ranglisten stets im Halbfinale oder Finale zu finden sind. Mülheim holte beim 3:3 gegen Hamburg am letzten Spieltag seinen ersten Punkt und überholte die SGA in der Tabelle dank dem besseren Spieleverhältnis.
Die SGA wird wohl in Bestbesetzung antreten können. Nach dem Punktgewinn am vorletzten Spieltag unterlag die Mannschaft nur knapp beim TV Refrath. Der Ärger über die verpassten Punkte zeigt, dass die Mannschaft an sich und das Wunder „Klassenerhalt“ weiterhin glaubt. Die Spieler wollen das schwache Auftreten vom letzten Heimspiel gegen Hamburg vergessen machen und Ihre durchaus vorhandenen Chancen versuchen zu nutzen um im Abstiegskampf ein Zeichen zu setzen. Dabei hilft natürlich eine entsprechende Zuschauerkulisse.
Neben der gewohnt erstklassigen Kuchentheke wird absolutes Spitzenbadminton geboten. Kommt also am Sonntag vorbei.
Es hat nicht ganz sollen sein ... 2:4-Niederlage beim TV Refrath
(gk) Wenn nach vier Spieltagen erst ein Zähler auf der Habenseite ist, dann wissen die betroffenen Vereine in der Regel, dass das Saisonziel nur lauten kann: Kampf um den Klassenerhalt! So war denn auch die Marschroute klar und sowohl der TV Refrath (bislang 1:7) als auch die SG Anspach (1:7) traten mit einer Bestenauslese an. Mit einer Ausnahme: Max Schwenger fehlte beim Gastgeber verletzungsbedingt. Dennoch: Die klare Favoritenrolle schoben alle Insider dem TVR zu. Und gerade dieser Erfolgsdruck der Schützlinge um Dany Schwarz und Heinz Keltzenberg spielte den Tunusstädtern anfangs mächtig in die Karten. Das SGA-Damendoppel mit Mona Reich und Samantha Barning legte furios los und führte nach wenigen Minuten des 1. Satzes 15:2 (!). Doch das TVR—Doppel mit Kim Buss und Carla Nelte kam immer besser ins Spiel und behielt im erforderlichen 3. Satz die Oberhand. Zeitgleich sorgte das HD der SGA mit Felix Schoppmann und Andi Heinz für eine kleine Sensation. Die beiden ließen sich vom taiwanesischen Neuzugang Lin Yu Hsien und Denis Nyenhuis nicht beeindrucken und siegten mit 21:17, 22:20 hauchdünn, aber verdient. Von da ab waren die Refrather wachgerüttelt und steuerten unaufhaltsam dem verordneten Pflichtsieg entgegen. Mona Reich unterlag im DE der irischen Nationalspielerin Chloe Magee nach gutem ersten Satz (19:21), Daniel Benz zog sich gegen Lin Yu Hsien mehr als achtbar aus der Affäre und Steffen Hornig wehrte im 2. Satz nach 15:20 Rückstand gar fünf Matchbälle ab, ehe er sich mit 22:20 durchsetzte und in den Entscheidungssatz ging. Da hatte er allerdings gegen den immer besser auftrumpfenden Kai Waldenberger keine Chance mehr. Dass Felix Schoppmann zurzeit einen hervorragenden Ball spielt, konnte jeder der knapp 50 Zuschauer wahrnehmen. Nach seinem HD-Sieg setzte er im GD mit der sehr starken Samantha Barning noch eins drauf und landete einen imposanten Zweisatzsieg gegen Chloe Magee und Denis Nyenhuis. An der Seite von Nyenhuis hatte Felix übrigens die erste DBV-Rangliste im HD gewonnen. 
Alles in allem war es ein weiterer guter Auftritt des SGA-Teams mit einer doch etwas unglücklichen Niederlage. „Das Unentschieden war schon in Reichweite, doch am Ende fehlte neben dem Quäntchen Glück noch ein wenig das Stehvermögen, mit dem man auch dritte Sätze gewinnen kann“, resümierte Rekord-Bundesligaspieler Franklin Wahab, der neben Christian Roth das Team coachte. Das sympathische Refrather Team wird seinen Weg gehen, auch wenn es in dieser Saison vermutlich nur in der unteren Tabellenhälfte zu finden sein wird. Mit der vorbildlichen Nachwuchsarbeit und einem beeindruckenden Talente-Pool sollte die Oberhauszugehörigkeit jedoch auf Jahre gesichert sein. 
Erinnerungen werden wach …
Zweimal 500 Zuschauer verfolgten vor zwei Jahren die beiden Relegationsspiele um den Aufstieg in die 1. Liga. Refrath jubelte und stieg auf – Anspach war nur wenige Minuten enttäuscht, ehe die Konzentration auf die neue Saison begann. Der Lohn für beharrliches Arbeiten mit bescheidenen finanziellen Mitteln folgte mit dem Aufstieg 2011. Nun spielen die Kontrahenten von damals Seite an Seite im Oberhaus und wollen in Komplettbesetzung die „Verhältnisse" klären. Klar, dass der TV Refrath Favorit ist – das signalisieren die „symphatischen Kelzenberger" schon deutlich genug in ihrer Presseveröffentlichung. Und sie lassen keine Zweifel am doppelten Punktgewinn gegen den Aufsteiger. Das Saisonziel war allerdings ein anderes, als nach vier Begegnungen mit 1:7 punktgleicher Tabellennachbar der SGA zu sein. Das SGA-Team hat mit dem 3:3 in Gifhorn Geschmack daran bekommen, „etwas mitzunehmen". So bringen alle Doppel zu Recht ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein mit und in den Einzeln präsentieren sich Kämpfertypen, die schon so manches Kabinettstückchen vollbrachten. Also: Außenseiter ja, aber die Flinte ist noch lange nicht ins Korn geworfen … (gk)
Nur einen Tag später: „Wir leben …!“
(gk) Der Tag nach dem rabenschwarzen Tag begann mit einer Hiobsbotschaft: Unser Aushängeschild und Jungnationalspieler Andi Heinz fällt wegen muskulärer Probleme aus. Im Kleinbus nach Gifhorn sitzen plötzlich nur noch Daniel, Felix, Steffen, Franklin und Mona, Samantha kommt direkt aus den Niederlanden angereist. Und dann passierte an diesem vierten Bundesligaspieltag das, was man einen Überraschungscoup nennt. Der Außenseiter krempelt die Ärmel hoch und stellt plötzlich fest, dass „dass da was gehen könnte“. Das neu formierte Herrendoppel Daniel Benz und Felix Schoppmann (die beiden haben im Training natürlich häufig miteinander trainiert) und das Damendoppel Mona Reich und Samantha Barning wuchsen über sich hinaus und brachten das SGA-Team zur Überraschung aller 2:0 in Führung. Nun zogen aber die Gifhorner ihre Trümpfe aus der Hand (Raul Must/Estland im 1. HE und Carola Bott im DE). Als dann dem SGA-Mixed, das erstmals mit Felix und Samantha besetzt war, ein Zweisatzsieg gelang, war die Freude über den dritten Punkt riesengroß. Steffen Hornig, der in dieser Saison erstmals eingesetzt wurde, weckte mit dem Gewinn des 1. Satzes im 2. HE Hoffnungen, die jedoch sein indonesischer Kontrahent Yoga Pratama schnell wieder zerstörte. Alles in allem eine Partie, die den rabenschwarzen Vortag komplett vergessen lässt. Ja, das Team hat gezeigt, dass es lebt … und es hat noch keinen Funken Motivation verloren. Weiter so!
Rabenschwarzer Tag für die blau-weißen Taunusstädter
Die Köpfe des SGA-Teams hingen beim Abendessen der Mannschaft nach dem Spiel doch recht tief. Jeder grübelte und reflektierte - fragte sich, warum nicht ein Quäntchen mehr an eigener Leistung drin war. Am Ende stand resümierend, dass dieser VfL 93 Hamburg in diesem Match einfach alles abrufen konnte und zudem in Bestbesetzung antreten konnte – sieht man von dem an Nr. 33 der Weltrangliste geführten Inder Ajay Jayaram ab, der bisher noch nicht zum Einsatz kam. So blieb nur das neidlose Anerkennen der überragenden Leistung aller Hamburger. Dazu zähle ich auch Trainer Jacek Hankiewicz, der bereits beim Aufstiegsspiel der SGA gegen Hamburg 2004 als Spieler und Trainer Optimales leistete. Mit 0:6 fiel die Niederlage wieder extrem deutlich aus. Erstaunlich, dass die Hamburger sechs Stunden Anreisezeit, Sperrung der Autobahn und hierdurch bedingte Umleitung locker wegsteckten.
Die Begegnung war insgesamt einmal mehr eine Werbung für den Badmintonsport. Die Zuschauer unterstützten jede gelungene Aktion und lauerten ungeduldig auf den ersten Spielgewinn des SGA-Teams, Optimisten auf eine Punkteteilung. Der Funke übertrug sich letztlich nur auf das Damendoppel, in dem Jule Peters (als Ersatz für die niederländische Nationalspielerin Samantha Barning) ihr absolut bestes Match ihrer Karriere spielte und an der Seite von Mona Reich erst im Entscheidungssatz unterlag.
Einmal mehr machte die Bundesligabegegnung aber auch deutlich, wie groß der Unterschied zwischen 1. und 2. Bundesliga ist. Die aktuelle 1. Liga besteht namentlich zu 50% aus internationalen Stars, sprich Profis, deren sportliches Niveau in der Regel nicht im heimischen Training entstanden ist. Das ist nicht so beim VfL 93 Hamburg oder dem 1. BC Bischmisheim und erst recht nicht so bei der SG Anspach, die sich mit ihrem Kader in allen  Erstligabegegnungen in der absoluten Außenseiterrolle befindet. Diese Rolle gilt es nun auszuhalten. Für unsere Verhältnisse haben wir Hervorragendes geleistet (Aufstieg)! Es gilt nun, nicht nur die absolute Leistung zu sehen, sondern in besonderem Maße die Leistungssteigerung jedes einzelnen Spielers. Der so oft beschworene Teamgeist ist nun gefordert und die Bereitschaft jedes Einzelnen, die eigene Leistung im Leistungsvergleich einzuordnen und zu akzeptieren. Wer dazu bereit ist und das aushält, der wird auch die Motivation aufrecht halten, weiter am eigenen Leistungspotenzial zu arbeiten, ligaunabhängig.
Für die Zuschauer heißt dies: Mitdenken und diesen Weg begleiten. Die Leistungsbereitschaft und die Leistungssteigerung von Mona und Co. zu sehen, und nicht das „Punkten müssen“ des eigen Teams zum Gradmesser zu machen. Nehmen wir Badmintonfans die Chance wahr, sportlichen Vorbildern wie Juliane Schenk oder Marc Zwiebler und auch den internationalen Stars in der ARS-Halle Respekt und Anerkennung zu zollen. Es ist nicht das Gewinnen müssen, sondern die gemeinsam erlebte und ehrliche Freude am Badmintonsport, die nachhaltig wirkt.
Ich freue mich auf viele Zuschauer in den weiteren Bundesligabegegnungen der SG Anspach.                                                                   (gkomma)
Kopf hoch und die nächste Chance beim Schopfe packen …
(gk) Das war ein Hammerwochenende mit viel Lehrgeld: Zunächst zeigte uns der 1. BC Bischmisheim die kalte Schulter – dann setzte ETB Berlin noch eins drauf. Am Ende standen 0:12 Spiele zu Buche und auch dem größten Optimisten war klar, dass die Rolle der SGA in dieser Liga eine kleine sein wird. Badminton auf diesem Niveau ist eben doch kein Glücksspiel, sondern das Aufeinandertreffen vieler Nationalspieler mit häufig programmierbarem Endresultat. So negativ möchte ich das SGA-Bild jedoch nicht malen: Ich denke, dass unser junges Team mächtig dazulernen kann. Dass man sich mit Geld (sprich: dem Einkauf überragender Spielerinnen und Spieler) eine super Mannschaft „bauen kann“, ist eine allseits bekannte Binsenweisheit. So gesehen, ist es auch Sponsorenglück. Von daher ziehe ich den Hut vor denen, die in die eigene Nachwuchsarbeit investieren – und diesem Nachwuchs auch die Möglichkeit geben, sich zu etablieren.
 Zwei neue Chancen gibt es für die SGA, eigenes Können unter Beweis zu stellen. In Komplettbesetzung und bei etwas Glück unseres Teams könnte auch das eine oder andere „enge Spiel“ gegen den VfL 93 Hamburg und den BV Gifhorn dabei sein. Beide Gegner verfügen über Erstligaerfahrung und erhoffen sich gegen das SGA-Team natürlich die volle Punktzahl. Und die SGA? Natürlich wäre es vermessen, würde man Hoffnungen wecken. Doch vielleicht ist doch das eine oder andere Spiel dabei, das die Zuschauer fesselt. Mit den Fans im Rücken ist unser Team doppelt so stark …. Also: Kommen Sie zum 2. Heimspiel der SGA am Samstag, 3.9., 14.00 Uhr, in die ARS-Sporthalle. Tags drauf wartet Hamburg-Bezwinger BV Gifhorn auf das Taunus-Team.
Hoffen wir auf Komplettbesetzung, denn die hatte am 1. Spieltag über 200 Fans begeistert.
SG EBT Berlin - Titelanwärter Nr. 1
(gk) "Bischmisheim war stark - aber wer will eigentlich Berlin schlagen?" Hohe Anerkennung zollte das SGA-Team nach ihrem Auftritt in der Bundeshauptstadt dem amtierenden Deutschen Meister. Nicht, weil es die befürchtete (erwartete) 0:6-Niederlage setzte, sondern weil diese Mannschaft ein "hammerhaftes personelles Potenzial" vorzuweisen hat und in Komplettbesetzung Anwärter Nr. 1 auf den Titel sein sollte. Darüber waren sich die Aktiven der SGA einig, die sich redlich mühten, diesmal jedoch auch keinen Satzgewinn erzielen konnten. "Natürlich ist es eine große Ehre, gegen so große Gegner zu spielen", meinte denn auch Mona Reich, die gegen die WM-Dritte im Einzel, Juliane Schenk, eine prima Leistung abgab. Für Samantha Barning, die an diesem Wochenende vom niederländischen Verband nur die Freigabe für ein Spiel hatte, trat Ersatzspielerin Jule Peters an, die bereits einige Zweitligaspiele bestritt und kürzlich im Doppel mit Sandra Emrich einen hervorragenden 3. Platz bei der 1. DBV-Rangliste belegte. Wichtig ist es jetzt, den Kopf nicht hängen zu lassen und voller Elan in die Vorbereitungsphase auf das nächste Heimspiel gegen den VfL Hamburg zu gehen (Samstag, 3. September, 14.00 Uhr, ARS-Sporthalle Neu-Anspach).
SGA – 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim 0:6 - und dennoch gab es nur begeisterte Zuschauer
(gk) Nervosität abgelegt! Das erste Heimspiel des Aufsteigers SGA erfüllte (fast) alle Erwartungen. Alle heimischen Akteure betraten erstmals den Boden der Eliteliga und betrachteten es als Ehre, gleich zum Saisonstart den fünffachen Deutschen Meister und Europapokalgewinner von 2010 in eigener Halle empfangen zu dürfen. Der 1. BC Bischmisheim trat in Komplettbesetzung an, d. h. mit einem Team, das ausschließlich aus Nationalspielern besteht. Nun, mit Samantha Barning (Niederlande) und Andi Heinz konnten wir wenigstens zwei dagegen halten.
Die Presse hatte im Vorfeld scheinbar gute Arbeit geleistet, denn aus der Region waren weit mehr Zuschauer angereist als erwartet. Über 200 Zuschauer sorgten dann auch für eine beeindruckende Stimmung, die gleich in den Eröffnungsdoppeln zum Tragen kam. Felix Schoppmann / Andi Heinz und Mona Reich / Samantha Barning erkämpften sich mit spektakulären Ballwechseln und überzeugender Spielfeld-Harmonie nicht erwartete Entscheidungssätze und weckten kurzzeitig „verbotene Träume“. Den Verlusten der 3. Sätze (HD 16:21, 21:18, 16:21, DD 14:21, 21:18, 9:21) trauerte man nur kurz nach, denn alle waren einfach nur begeistern vom „mithalten können“ unseres Teams. Daniel Benz spielte anschließend einen guten 1. Satz, hatte aber gegen Dieter Domke, den Deutschen Vizemeister im Einzel 2010, keine tatsächliche Chance. Diese hatte dagegen Mona Reich, die gegen die Jungnationalspielerin Lisa Heidenreich eine hauchdünne 11:21, 21:11, 16:21-Niederlage einstecken musste. „Gegen Lisa hatte ich bisher noch nie verloren“, ärgerte sich Mona letztendlich doch ein wenig, wertschätzte aber gleichzeitig den Formanstieg ihrer Kontrahentin. Zu gerne hätte sie wenigstens den Ehrenpunkt für ihre Mannschaft erzielt.
Der Ausfall von Steffen Hornig aus privaten Gründen bewirkte das Bundesligadebüt von Marc Helwig, der die volle Unterstützung von Mannschaftskapitän Franklin Wahab hatte. Dieser hat durch diese Aufstellungsvariante allerdings seine Serie von 270 Einsätzen in Folge beendet. „Danke Franklin – Du hast nicht auf deinen Einsatz gepocht, sondern dem Einsatz des Nachwuchsspielers gegenüber der Fortsetzung deiner persönlichen Serie den Vorzug eingeräumt. So, wie es sich für einen Vorbildathleten gehört. Dein Rekord ist ein Rekord für die Ewigkeit.“ Natürlich musste Marc eine Portion Lehrgeld bezahlen, aber das wird den Deutschen Meister im Formationstanz zusätzlich für den Tanz auf dem Spielfeld motivieren. 
Die Zuschauer blieben bis zuletzt und daran taten sie gut. Samantha Barning und Andi Heinz spielten ein Gemischtes Doppel der Extraklasse. Sie harmonierten wie ein eingespieltes Mixed. Gegen den Johannes Schöttler, den Deutschen Meister im HD 2009 und 2010 (er feierte am Spieltag seinen 27. Geburtstag) und die schwedische Nationalspielerin Emma Wengberg (Nr. 28 der Weltrangliste) blieben sie zwar unterlegen, doch stellte das 18:21, 16:21 eine besondere Werbung für die Sportart Badminton dar und sollte manchen Zuschauer ermuntern, auch beim nächsten Heimspiel der SGA, am 3. September (gegen den VfL 93 Hamburg), dabei zu sein.
Alles in allem: Ein prima Einstieg in die Saison. Mit dieser Fan-Kulisse im Hintergrund ist bei allem Respekt unserer großen Gegner vielleicht doch die eine oder andere kleine Überraschung möglich. Das 218:299 Punkteergebnis lindert die offensichtliche Deutlichkeit des 0:6 doch erheblich.                                                                                                                                                                                     
Samantha Barning - alle freuen sich, dass sie da ist!
Die 230 Aktive zählende Badmintonfamilie der SGA legt den Fokus weiter primär auf Jugendförderung, Einsatz regionaler Sportlerinnen und Sportler und kooperiert in hervorragender Weise sowohl mit dem Landessportbund Hessen (Landestrainer Bernd Brückmann) als auch mit dem Schulsport-Nebenzentrum für Badminton in Neu-Anspach, das unter der Regie von Alex Merget gerade sein 20-jähriges Bestehen feiert. Diese Ideologie begleitet uns seit Jahren. Bodenständig will die SGA allemal bleiben - es gibt so viele Talente im Rhein-Main-Gebiet, deren Ziel es ist, baldmöglichst in einem Bundesligateam antreten zu können. So wie z. B. Mona Reich, aktuell Nr. 1 der DBV DE-Rangliste oder Andi Heinz, der in diesem Jahr erstmals das Nationaltrikot trug. Aber die Luft in der immer stärker werdenden 1. Liga ist mächtig dünn. Wer personell nicht aufstockt, hat gegen die nationale und internationale Klasse der Bundesliga-Protagonisten nicht einmal eine Außenseiterchance. So gesehen, war es zwingend geboten, im Damenbereich den schmerzlichen Abgang der unauhaltsam aufstrebenden Johanna Goliszewski (2010 nach Mülheim) und den Ausstieg der beruflich angespannten Dr. Sonja Martenstein (2011), die 10 Jahre vorbildliche Stammspielerin war, zu kompensieren. Mit Samantha Barning, 22 Jahre, konnte neben der bereit stehenden Jessica Fletcher eine junge niederländische Doppel- und Mixed-Nationalspielerin mit aktueller WM-Erfahrung gewonnen werden, die wir herzlich willkommen heißen und auf deren Einsatz wir uns alle freuen.
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Badminton Bundesliga
©2009 Lars Janßen